Behandlungsalternativen bei chronischem Schmerz

Behandlungsalternativen bei chronischem Schmerz 2016-10-27T17:21:37+00:00

Rückenmark, Symptom, Taubheitsgefühl, Bandscheibengewebe, Wirbelsäule, Spinalnerv, Wirbelkörper, gesund, Behandlung

Fünf Millionen Menschen leiden in Deutschland unter chronischen Schmerzen !

Schwerpunkt der Betrachtung bilden Rückenschmerzen, Knieschmerzen sowie Kopfschmerzen/Migräne. Die physischen, psychischen und materiellen Belastungen dieser Erkrankungen sind enorm. Unser Gesundheitssystem könnte derzeit um ca. 17,5 Mrd. Euro pro Jahr entlastet werden, sofern es gelingt beispielsweise Rückenschmerz und Kopfschmerz gänzlich zu vermeiden. Hinzu kommen noch einmal etwa 30 Mrd. € für Arbeitsausfallzeiten, Frühverrentungen …

Allerdings scheinen wir von einer wirkungsvollen Schmerztherapie weit entfernt zu sein, denn die Zahl der Schmerzpatienten steigt beständig an und viele Betroffene finden mit den derzeitigen Behandlungsverfahren keine adäquate Hilfe / Heilung.

Eine Aussicht auf Besserung besteht nur dann, wenn das „Phänomen“ Schmerz endlich wirklich verstanden und neu interpretiert wird:

Schmerz ist eine grundsätzlich sinnvolle Körperreaktion. Er ist kein Fehler der Natur !

Wenn herausgefunden werden kann, wozu das Körper-bewusstsein absichtlich Schmerz hervorruft, ergeben sich gänzlich neue Heilungsmöglichkeiten. Diese Sichtweise wird bei chronischen Beschwerden in der heutigen Medizin bislang nicht ausreichend berücksichtigt.

Um hier einen Umdenkprozess einzuläuten, werden auf dieser Webseite Erklärungen gegeben, wie Schmerz verstanden werden kann und welche erfolgreichen Möglichkeiten einer echten ursächlichen Behandlung sich bieten.

Sicherlich werden einige dieser Ausführungen dem Anspruch auf eine ganzheitliche, allumfassende Betrachtung noch nicht vollständig gerecht. Sie zeigen jedoch einen wirksamen Therapieweg auf, der ohne Medikamente oder Operationen wirkungsvoll ist. Schwerpunkt ist der Bereich Rückenschmerz, wobei die Ausführungen grundsätzlich für fast alle chronischen, körperlichen Schmerzen wegweisend sind.

Inwieweit den Betroffenen hierdurch geholfen werden kann, zeigen die Erfolge aus meiner Praxis. In gesellschaftlicher Hinsicht wird sich der Erfolg zeigen, wenn mehr und mehr die Bereitschaft besteht, Therapien und Behandlungskonzepte abzuschaffen, die nachweislich nicht funktionieren oder den Patienten in eine medikamentöse Dauerbehandlung (Analgetika, Opioide etc.) führen.

Viele Schmerzpatienten mit jahrelangen Beschwerden werden aus eigener Erfahrung wissen, dass die bislang angewandte medikamentöse Schmerzbehandlung vielfach mit starken Nebenwirkungen verbunden oder wirkungslos ist. Für die „Standard“ Physiotherapie gilt, dass sie in wirklich chronifizierten Fällen häufig nur noch Linderung, aber keine wahre Heilung erzielen kann. Operationen zur reinen Schmerzbehandlung sind eine Sache für sich und müssen wohl überlegt sein – das gilt insbesondere für den Bereich Meniskus, Bandscheibe, Versteifungsoperationen oder den Austausch von Gelenken.

Deshalb hat diese Webseite zum Ziel, ein neues Schmerzbehandlungs-Verfahren weiter bekannt zu machen, welches effektiv an der Muskulatur und deren Funktionsfähigkeit sowie Beweglichkeit ansetzt. Besonders angesprochen werden „Schmerzerkrankungen“ , die schulmedizinsch als unspezifisch bezeichnet werden. Diese besondere Therapieoption richtet sich daher nicht primär an Patienten, deren Schmerzen auf schwere Grunderkrankungen oder körperliche Schäden direkt nach Unfällen zurückgehen. Die Ausführungen reichen dennoch in diese Bereiche hinein, eröffnen wirkungsvolle Therapiemöglichkeiten und erhöhen die Selbstheilungsfähigkeit des Körpers.

Aufgrund einer eigenen Erfahrung mit Rückenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall und drohender Arbeitsunfähigkeit (im Alter von 33 Jahren) konzentriere ich mich bei den Ausführungen zum Thema Schmerzbehandlung vor allem auf den Behandlungsansatz der Biokinematik (nach Walter Packi – Arzt). Er hat mir vor über 10 Jahren geholfen, wieder vollkommen fit zu werden. Er war einer der Gründe, warum ich heute als Therapeut mittels dieser Methode bei derartigen Krankheitsbildern meist erfolgreich bin (Siehe auch Menüpunkt eigene Erfahrungen). Dies gilt grundsätzlich auch für langjährig chronifizierte Schmerzen!

Die Grundüberlegung des innovativen Behandlungs-Konzeptes der Biokinematik besteht darin,
dass Schmerz prinzipiell bewegungsabhängig ist.

Betroffene stellen in der Regel selbst fest, dass sich die Schmerzen durch Bewegung verstärken lassen und sich in Ruhe abschwächen. Sofern also eine (bestimmte) Bewegung den Schmerz verursacht, stellt sich die logische Frage, welche Störung im Bewegungsablauf diesen Schmerz auslöst.

Hierbei kommt den Muskeln (weniger Knochen und Bändern) die tragende Hauptrolle zu, denn diese sind letztendlich das bewegungsverursachende Element im Körper. Durch die Atmung und den Ruhetonus der Muskulatur ist eine Bewegung prinzipiell immer gegeben.

Störungen der Muskeln bzw. einzelner Muskelfasern (Verkrampfungen,Verkürzungen= geometrische Bahnabweichungen) können vielfältiger Natur sein, häufig bedingt durch:

1. Einseitige Muskelbeanspruchungen über Jahre hinweg (Sitzen, Büroalltag, Fitness, Sport)

2. Unfalltraumen mit Überdehnungen / Schockerlebnisse 

3. Emotionale Belastungen, die sich als Körpersprache ausdrücken (z.B. „Last auf den Schultern“ , „Angst im Nacken sitzen“) 

Hierdurch wird das Zusammenspiel der Muskeln zueinander (Agonist / Antagonist) gestört, es kommt zu einer Fehlfunktion der Bewegungsgeometrie in den Muskeln bzw. einzelnen Muskelfasern, vereinfacht vergleichbar mit Sand im Getriebe. Nachfolgend setzt das Bewusstsein absichtlich Schmerz ein, um gestörte Muskelfunktionsketten vor Schädigung zu bewahren oder um auf ein „Thema“ aufmerksam zu machen. Wir Biokinematik Therapeuten interpretieren den Schmerz nicht als Feind, sondern wollen die Logik dahinter verstehen.

Der Schmerz ist eine Art „Warnschmerz“, eine überaus sinnvolle Körperreaktion mit Schutzfunktion.

Die Punkte 2) und 3) sind ebenfalls wichtig und nicht selten in meiner Praxis die wahre Ursache von Schmerzproblemensie haben große Auswirkungen auf muskuläre Blockaden (Hartspann) und muskuläre FunktionsdefiziteDiese Themen werden in dem BuchGanzheitliche Heilkunde für Körper, Geist und Seele mit zahlreichen Behandlungsfällen aus der Praxis detailliert angesprochen.

Diese Webseite beschränkt sich zwecks Übersichtlichtkeit auf den Punkt 1), der in vielenaustherapierten Fällen“ in eine zielführende Schmerzbehandlung mündet. Es handelt sich um die Therapie der Muskeln, um ihre natürliche Beweglichkeit / Funktion wiederherzustellen und das Zusammenspiel der verschiedenen Muskelgruppen zueinander wieder zu synchronisieren. Aus Vereinfachungsgründen wird von Muskeln gesprochen, in der Behandlung werden hierbei die anderen Körperstrukturen (Faszien/Bindegewebe und Muskelketten) immer mit einbezogen.

Nach außerordentlich guten Erfahrungen aus der Praxis funktioniert diese Therapie nicht nur bei naheliegenden Schmerzcharakteristiken wie Hexenschuss und Knieschmerz, sondern auch insbesondere bei Migräne bzw. Schmerzproblemen jeglicher Art, wie u.a. der Fibromyalgie. Diagnostisch auszuschließen sind vorab Infektionen und Erkrankungen, die Einfluss auf das Muskelgewebe und die Bewegungskoordination haben, wie beispielsweise Borreliose, echtes Rheuma oder Multiple Sklerose.

In der Praxis beginnt die Therapie mit einer ausführlichen Anamnese, bei der die gestörten Muskeln identifiziert werden. Durch geeignete Maßnahmen wird in diese Muskelgruppen ein Reiz (z.B. Physiotherapie, manuelle Therapie, Energiearbeit) gesetzt, der einen Selbstregulationsvorgang im Körper auslöst. Der Körper baut sich hierdurch bestenfalls innerhalb weniger Tage so um, dass die harmonische Beweglichkeit wieder hergestellt wird.

Im Einzelfall kann die Therapie über Wochen hinweg sehr langwierig sein, wenn der therapeutische Zugang zu den entsprechenden Muskeln anatomisch schwierig ist oder die Muskulatur über Jahre extrem einseitig trainiert wurde (Sportler/Bodybuilder). Ausgangspunkt der Behandlung ist jedoch immer das Setzen eines Schwellenreizes, der den Körper selbst zum Umbauprozess antreibt.

Man könnte es auch mit „Hilfe zur Selbsthilfe“ umschreiben, ein behandelter Patient wird durch das entwickelte Körperbewusstsein in der Regel für immer in die Lage versetzt, seine eventuell auftretenden Schmerzen mit wenigen speziellen Körperübungen selbst wegzutherapieren.

Das Setzen eines entsprechenden Reizes bedeutet für den Patienten anfangs häufig eine gewisse Konfrontation mit dem Schmerz. Durch physiotherapeutisch begleitete Körperübungen bewegt man sich in den Problembereich hinein und versucht dann die entsprechende Muskelkette in ihrer Maximallänge gegen einen äusseren Widerstand zu trainieren.

Die Belastung im Sinne eines Schwellenreizes wird hierbei von Rezeptoren im Körper wahrgenommen, an das Gehirn weitergeleitet und mündet anschließend in entsprechende, selbstregulative Umbau-/Anpassungsprozesse. Diese führen nach entsprechender Zeit, die vom Ausmaß der Bewegungsstörung abhängig ist (Tage, Wochen, Monate), zuerst zur Schmerzfreiheit und im weiteren Verlauf zur weiteren Verbesserung der Beweglichkeit. Hierdurch wird dem Entstehen eines neuerlichen, ähnlichen Schmerzgeschehens die Grundlage entzogen. Der Patient ist wirklich geheilt und nicht nur symptomfrei, wie z.B. nach Schmerzmittelgabe.

In diesem Zusammenhang wichtig: Nach praktischen Erfahrungen ist diese Form der Therapie über die Selbstregulation des Körpers oftmals unmöglich, solange Schmerzmittel genommen werden, die in das zentralnervöse System eingreifen, hierzu gehören z.B. Opiate / Morphiumderivate. Für den Schmerzpatienten bedeutet dies leider häufig einen Gewissenskonflikt, stellt doch die Konfrontation mit dem Schmerz eine große Hürde dar. Glücklicherweise lässt sich die Schmerzspitze durch die manuelle Druckpunkttherapie oft abmildern und man kommt dann oft schnell ohne Schmerzmedikation aus. Unter dem Menüpunkt Eigene Erfahrungen soll eine Hilfe angeboten werden, die eine Entscheidung erleichtert.

Ein wesentliches Hauptargument für diesen Therapieansatz ist das praktisch nicht vorhandene Risikoverbunden mit einer großen Chance – ganz im Gegensatz zu den weitreichenden Folgen einer Operation. Leider wird letztere von den Krankenkassen bezahlt, während die Behandlung nach dem hier vorgestellten Konzept derzeit meist nur von den Privatkassen übernommen wird.

Man sollte sich aber nicht vorschnell für eine Operation entscheidendenn eine im Extremfall eintretende Berufsunfähigkeit – die im übrigen nicht wirklich selten erscheintdürfte für den einzelnen Patienten mit einem Vielfachen der Kosten verbunden sein. Zudem wird durch eine Operation (Versteifungen, Entfernen von Knochen) das Zusammenspiel der Muskeln oftmals so gestört, dass eine Heilung mit den heutigen Mitteln unmöglich werden kann.

Die Begründung, warum entgegen der derzeit noch gültigen schulmedizinischen Theorie bei Schmerzen die Nerven, Degeneration und vieles andere oft als Ursache auszuschließen sind, liegt in den auf dieser Webseite ausgeführten Zusammenhängen. Wenn ein chronischer Dauerschmerz oftmals innerhalb von Minuten mit dieser innvovativen Therapie muskulär beeinflußbar ist, kann die Ursache nicht in Vorgenanntem liegen. Natürlich gibt es auch hier immer noch gewisse körperliche Grenzen – doch echtesTherapieversagengibt es nur in seltenen Fällen (so die Praxiserfahrungen über viele Jahre mit zahlreichen „austherapiertenSchmerzpatienten).

Das auch aus Sicht der Krankenkassen zuviel am Rücken / Bandscheibe operiert wird, verdeutlicht folgender Artikel.

Hinweis: Aus didaktischen Gründen bietet es sich an, die Menüpunkte der Reihe nach zu lesen.

 

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